openDesk (Souveräner Arbeitsplatz)
openDesk – Der Souveräne Arbeitsplatz ist eine vom Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) koordinierte, modular aufgebaute Open-Source-Arbeitsplatzsuite. Anstatt ein einzelnes neues Programm von Grund auf neu zu entwickeln, vereint openDesk bewährte europäische Open-Source-Lösungen unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche, gemeinsamer Benutzeranmeldung (Single Sign-On) und abgestimmten Installationspaketen.
Im Paket enthalten sind führende Standardkomponenten: Nextcloud für die Dateiverwaltung, Collabora Online für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen im Browser, Open-Xchange (OX App Suite) für E-Mail, Kalender und Kontakte, Element (Matrix) für sicheren Chat, OpenTalk / Jitsi für Videokonferenzen, OpenProject für Projektmanagement, XWiki für Wissensdatenbanken sowie Keycloak & Univention Nubus für das zentrale Benutzermanagement.
Warum die Vorintegration den Einsatz von Open Source im Büroalltag stark vereinfacht
In der Vergangenheit scheiterte der Umstieg auf quelloffene Bürosoftware in Unternehmen und Kommunen oft am hohen Eigenaufwand: Die IT-Abteilung musste fünf oder sechs verschiedene Einzelprogramme selbst installieren, optisch anpassen und bei jedem Update prüfen, ob alle Schnittstellen noch zusammenarbeiten.
openDesk nimmt IT-Teams genau diese Integrationsarbeit ab. Neben der öffentlichen Verwaltung steht die Suite über die Enterprise-Edition auch mittelständischen Unternehmen, Stadtwerken, Verbänden und Kliniken zur Verfügung – wahlweise zum Betrieb im eigenen Rechenzentrum oder als fertiger Cloud-Dienst (Managed SaaS) aus deutschen Rechenzentren.
Worauf IT-Leiter bei den Betriebsanforderungen achten müssen
Technisch wird der gesamte openDesk-Stack als moderne Container-Umgebung auf Basis von Kubernetes bereitgestellt. Für große Organisationen mit eigenem Plattform-Team ist das ideal, um tausende Arbeitsplätze skalierbar zu verwalten.
Kleinere und mittlere IT-Abteilungen, die bislang keine eigene Kubernetes-Umgebung betreiben, sollten den Gesamtaufwand eines Eigenbetriebs jedoch realistisch einschätzen: Hier ist es oft deutlich wirtschaftlicher, openDesk als gemanagten Dienst über einen europäischen Partner zu beziehen oder gezielt mit den Einzelkomponenten Nextcloud Hub und einer klassischen Groupware zu starten.
3 Schritte für die Prüfung und Einführung im eigenen Haus
- Passende Benutzergruppen für den Start auswählen: Beginnen Sie mit Projektteams, Verwaltungseinheiten oder Abteilungen, die überwiegend im Webbrowser arbeiten und keine komplexen proprietären Spezialmakros benötigen.
- Eigenbetrieb gegen Managed Hosting abwägen: Prüfen Sie vorab Ihre internen Kubernetes-Erfahrungen; wenn Sie kein eigenes Container-Betriebsteam aufbauen möchten, wählen Sie ein schlüsselfertiges Hosting bei einem zertifizierten deutschen Partner.
- Anbindung an bestehende Verzeichnisdienste planen: Nutzen Sie die integrierten Schnittstellen von Univention Nubus und Keycloak, um vorhandene Benutzerkonten aus Ihrem Active Directory sauber zu synchronisieren.
Lesen Sie passend dazu das Systemprofil zu openDesk sowie OpenProject und Nextcloud Hub im Software-Hub.
Mathias Diwo
Recherchiert, analysiert und schreibt auf TechNavigator.de über alltagstaugliche Wege zu digitaler Datenhoheit, IT-Architektur und Souveränität für Mittelstand, Geschäftsführung und IT-Leitungen.